Neues Jahr - neues Glück?!

7. Januar 2018

2017 liegt hinter uns. Nachdem ich bereits von 2016 privat als von meinem bisherig "schlechtesten" Jahr sprach, hatte ich die Hoffnung, dass 2017 etwas besser wird. Aber es kommt natürlich immer anders als man denkt.

2016 sollte eigentlich das Jahr der Veränderungen sein: Jobwechsel, Umzug etc. Wir zogen nicht um, den Job den ich noch aus Studienzeiten hatte, behielt ich mangels Alternativen auch. Ende 2016 meldete ich mein Mini-Gewerbe für den Blog an. Das war veränderungstechnisch alles, was 2016 für mich zu bieten hatte.

2017 zeichnete sich dann ab, dass wir 2018 unseren Lebensmittelpunkt in meine Heimatstadt verlegen wollen. Bergige Landschaft, ruhig, beschaulich. Vielleicht etwas zu beschaulich. Ein nötiger Jobwechsel gestaltete sich bis dato als praktisch unmöglich. Danach kündigte mein Freund an, für meinen/unseren Plan nicht Feuer und Flamme zu sein. Auch gut. Nach mehreren Wochen innerem Konflikt, hin und her und auf und ab kam ich zu dem Schluss, dass es Zeit wird die Zähne zusammen zu beißen und wieder das Positive zu sehen. Also kurz durchschnaufen, wieder auf die Füße kommen und sich neu ausrichten.

Vor Weihnachten konnte ich doch noch die für mich dringend notwendige Veränderung in trockene Tücher bringen. Mit Ende Jänner kehre ich dem Handel den Rücken und widme mich neuen Aufgaben. Yeah, endlich tut sich was!

Da ich über die Feiertage krank im Bett lag hatte ich dann auch genügend Zeit zum Nachdenken, wie jetzt eigentlich meine Prioritäten aussehen, was ich wirklich machen will, was ich bisher glaubte machen zu müssen etc. An meinem Drang kreativ zu sein wird sich im realen Leben wohl auch nichts ändern, wie viel es davon im nächsten Jahr dann auf den Blog schafft weiß ich nicht. Mein neuer Job ist ein ziemlich klassischer Bürojob, bei dem ich mindestens 30 Stunden in der Woche in einen Bildschirm starre. Wieviel Muße danach noch fürs Artikel schreiben, Bild bearbeiten etc. zur Verfügung steht weiß ich noch nciht.

Was kommt, kommt denke ich mir. Nach dem Motto: Alles können/dürfen, aber nichts müssen. Damit möchte ich mir den innerlichen Druck ständig Inhalte und Beiträge produzieren zu müssen nehmen. Die Freizeit soll nicht auch noch mit Verpflichtungen zugepflastert sein. Ich hoffe, jede einzelne von euch bleibt mir als Leserin erhalten, auch wenn es hier etwas ruhiger werden sollte.

Ein bisschen Weniger tut uns vielleicht allen ganz gut. Was meint ihr?

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11 Kommentare

  1. Hey,

    ich verstehe dich nur zu gut. Ich habe selbst einen Blog und finde diesen ständigen "Druck" neue Beiträge zu posten nervig. Klar, es ist immer noch meine eigene Entscheidung und Freizeit, aber die Gedanken schwirren immer im Kopf herum. Finde ich also gar nicht schlimm weniger zu Posten! Es kommt meiner Meinung nach auch besonders auf die Qualität der Inhalte an!

    Liebe Grüße, Isabella

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    1. Hallo Isabella!

      Du hast ja wirklich einen schönen Blog! Da werd ich sicher noch öfters vorbei schauen :)

      Ich finde den Druck ständig neue Inhalte zu produzieren nicht immer sehr förderlich. Ich achte zwar auch auf die Qualität meiner Beiträge, mit dem Ergebnis, dass ich pro Beitrag schon mal mehrere Anläufe brauche, bis er fertig ist. Das frisst ganz schön viel Zeit. Ich denke wir sind im täglichen Leben ohnehin einer Reizüberflutung ausgesetzt, insofern ist ein bisschen weniger Output oftmals sicher keine blöde Idee :) Und den Druck machen wir uns im großen und ganzen ja selbst, weil wir glauben, wir müsssten ständig, weil irgendwer sagt, dass das unterm Strich förderlich für diese und jene Statistik ist...

      LG, Daniela

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  2. Auch ich kann sehr gut nachvollziehen, was du dir für Gedanken machst! Geht mir nämlich ganz genauso. Zwar liebe ich das Bloggen, vor allem den Austausch und die wirklich tollen Kontakte, die sich ergeben haben. Trotzdem ist es ein enormer Zeitaufwand, und es schleichen sich tatsächlich immer häufiger Gedanken zum Aufhören ein. Ich bin ganz furchtbar hin- und hergerissen! Ich weiss genau: Schliesse ich meinen Blog, bereue ich das wahrscheinlich schon am nächsten Tag. Nur so ab und zu zu posten ist irgendwie auch nicht das Wahre. Und mindestens wöchentlich zu posten überfordert mich zur Zeit ein wenig. Da ist guter Rat teuer!
    Also werde ich es mal einfach so "dümpeln" lassen und sehen, was daraus wird. Statistiken sind für mich total nebensächlich; ich freue mich über die paar treuen Seelen, die immer wieder ein paar liebe Worte dalassen, und damit ist es für mich gut!
    Ich hoffe, dass du den für dich richtigen Weg findest!
    Ganz herzliche Grüsse!

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    1. Liebe Frau Hummel,

      die meiste Zeit habe ich es auch geliebt. Mittlerweile ist der Druck aber größer als der Hang dazu, es freiwillig zu machen. Seit dem Sommerurlaub umtreibt mich der Gedanke, dass dieses ganze digitale Brimborium einfach nichts für mich ist. Zumindest nicht in dem Ausmaß. Irgendwie ist es bei meinem Blog so wie bei meinem bisherigen Job: lange Zeit habe ich ihn heiß und innig geliebt, aber irgendwann war die Zeit einfach reif loszulassen und etwas neues anzugehen. Mal sehen, wie sich das also entwickeln.

      Lassen wir es beide einfach mal dahin dümpeln :)

      Auf jeden Fall ein herzliches Danke an deine aufmunternden Worte :)

      LG, Daniela

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  3. Das ist wohl häufig so diese Grenze, wenn aus einem ursprünglichen Hobbygedanken ein gewisser Druck durch die Leserschaft aufgebaut wird. Lass es dir guttun und wenn du nicht schreiben möchtest, dann ist es so. Natürlich, als Leser freut man sich immer über Input, aber dann muss man als Leser auch dem Schreiberlein entgegenkommen. Es ist wohl wahr, einige werden sich abwenden. Aber genauso können wir uns auch wieder zuwenden, wenn du wieder schreibst oder es kommen neue Menschen dazu. Es ist irgendwo immer ein Kommen und Gehen.
    Wenn es dir am Ende nicht guttut, bringt es dir nichts. Vor allem nicht, wenn es eigentlich deine Freizeit ist! Eigentlich sollte der Leser das verstehen...
    Also, tu was dir guttut! Ich zumindest habe dich in meinem Feed und sehe schon, wenn es wieder was neues gibt. Denn den Output, den du mir gibst, finde ich toll und lieber was Qualitatives und Sinnvolles, wo ich was mitnehmen kann, als leeres Gelaber um mich zeitlich auf Trab zu halten. Wer bin ich denn? :D

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    1. Danke für deine aufmunternden und verständnisvollen Worte!

      Dass ein Kommen und Gehen herrscht kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen: auch ich habe mich entwickelt und lese heute nicht mehr die gleichen Blogs wie früher. Durch den persönlichen Touch eines Blogs ist es notgedrungen so, dass man sich abwendet, wenn Themen überhand nehmen die einen persönlich nicht wirklich interessieren (wie es bei mir mangels eigener Kinder eben Babythemen sind).

      Du sprichst da noch einen wichtigen Punkt an mit dem zeitlich auf Trab halten: das empfinde ich eben persönlich auch so bei anderen und habe mich lange Zeit auch an die "2x pro Woche posten"-Regel gehalten. Aber irgendwie geht mir jetzt die Puste aus :D

      LG, Daniela

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  4. Liebe Daniela,
    ich finde Veränderungen gar nicht so schlimm wie sie sich am Anfang anfühlen. Wenn du keine Zeit oder keine Lust hast einen Blogbeitrag zu schreiben, dann ist es so. Mein Blog, der früher regelmäßig mit Bildern gefüllt wurde, ist auch schon lange im Winterschlaf, aber das ist nicht schlimm. Ich weiß auch nicht, ob da je wieder Fotos rein kommen. Irgendwie fehlt mir die Lust, die schönen Dinge des Lebens virtuell zu teilen. Man wird älter und man verändert sich und bekommt andere Interessen. Das ist doch super. Ein Stillstand wäre doch eine Katastrophe.
    Also lass die Dinge kommen, die kommen. Alles Liebe

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    1. Danke, danke für die aufbauenden Worte! Das ist genau das, was ich gebraucht habe :)

      Ja, Veränderungen können harmloser ausfallen, als man vorher dachte. Ich hoffe, ich diesem Fall fügt sich auch alles.

      Das stimmt: von dir habe ich auch schon lange nichts mehr gelesen. Genau das Gefühl habe ich gerade auch: diese Unlust, die selbstgemachten Sachen hübsch in Szene zu setzen und dann stundenlang an Beiträgen zu arbeiten. Aber über die Fotos habe ich mich später beim Durchblättern eigentlich immer gefreut (zumindest über die guten :) )

      Stillstand ist eine Katastrophe, da gebe ich dir vollkommen recht!

      LG, Daniela

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  5. Hallo Daniela, schade dass du kürzer treten willst! Habe erst vor einigen Tagen deinen schönen Blog entdeckt und wegen dir schon eine alte Burda-Ausgabe von 2009 organisiert (der Rock!) und mir das Schnittmuster Sommerliebe von Milchmonster gekauft! ;-)

    Liebe Grüße aus der Schweiz

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  6. Hallo du Liebe,
    also ich habe auch einen klassischen Bürojob (mit 25 Wochenstunden auf den Bildschirm starren) - und trotzdem oder gerade deshalb möchte ich das Bloggen nicht missen - weil es für mich ein "kreatives Bildschirmstarren" im Gegensatz zum völlig unkreativen und uninteressanten Bildschirmstarren ist ;-) Ich freue mich jedenfalls auf weitere schöne und inspirierende Beiträge von dir, wann immer du dazu Lust hast, und wünsche dir, dass 2018 für dich nun endlich ein positives Jahr wird!
    Herzlichst, die Traude

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    1. Hallo Traude,

      vielen Dank für deine lieben Worte!

      Bislang war die Motivation nach der Arbeit noch etwas produktives am Computer zu machen ja eher nicht so groß (was man auch am momentanen Beitragsoutput sieht...). Aber ich finde es momentan auch sehr schön, dass mein eigener Produktvitätsdruck in der Hinsicht weg ist. Ich hab mir fest vorgenommen, ab nun nur noch dann etwas zu schreiben, wenn ich auch wirklich Lust dazu habe.

      Die Lernkurve im neuen Bürojob ist im Moment auch noch so steil, dass ich abends vollkommen geschlaucht heimkomme :D

      LG, Daniela

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