einfach.nachhaltig.besser.leben #24 - Konsumfalle

21. November 2017

Alternative Geschenkideen für Weihnachten - Wichteln, Gutscheine, Erlebnisgeschenke

Wie ihr vielleicht schon wisst, bin ich seit Mai Teil der Linkparty einfach.nachhaltig.besser.leben. Im Dezember hat Jenni passenderweise den unweigerlich aufkommenden Konsumrausch zu Weihnachten zum Thema gemacht.

Weil ich ihren kritischen Artikel dazu so toll finde und völlig ihrer Meinung bin, möchte ich auch hier auf ihren Beitrag "Aber es ist doch so schön: Konsumfalle Weihnachten" aufmerksam machen.

Und euch im gleichen Atemzug gleich dazu einladen, wieder fleißig eure nachhaltige Projekte, Ideen, Gedankengänge bei der Linkparty zu verlinken.

Wenn man so durch's Internet schmökert findet man in der Weihnachtszeit ja allerhand Basteltipps, Einkaufsratgeber und kritische Beiträge zum Thema. Da bleibt praktisch nichts ungesagt oder angedacht.

Man kann seine Geschenke selber machen (oder dank zahlreicher Dawanda-Shops selber machen lassen), kann auf Wichteln umsteigen (und damit endlich auch mal was größeres verschenken), kann aufhören alle in seiner Umgebung mit kleinen Aufmerksamkeiten zu bedenken (und deren Wohnungen vollzuramschen), kann Gutscheine (immer gut - nicht nur für die unkreativen!) oder Erlebnisgutscheine (die gemäß eigenen Erfahrung nie, nie, NIE, eingelöst werden) verschenken.

Wir sind nach Jahren der Planungsphase endlich beim Wichteln angekommen. Und wir vier Erwachsene sind alle total begeistert. Man muss nur noch ein Geschenk besorgen, darf für das eine Geschenk vielleicht auch ein bisschen mehr ausgeben, hat deutlich weniger Stress, in Summe wahrscheinlich deutlich weniger Geld ausgegeben, bekommt nicht die eigene Wohnung zugeramscht und ramscht auch nicht die Bude von jemand anderem zu. Win-Win sozusagen ;-)

Da ich seit Jahren selber im Einzelhandel arbeite, sehe ich natürlich auch die Entwicklungen in der Weihnachtszeit hautnah. Und meiner Meinung nach wird es jedes Jahr schlimmer. Noch mehr Geschenksets, noch mehr Duftkerzen, noch mehr, mehr, mehr mehr. Und das in jedem einzelnen Laden. Anscheinend sind die Leute, die wichteln immer noch die Ausnahme.

Die, die nicht auf Überraschungen stehen wahrscheinlich auch. Also oute ich mich mal als Überraschungs-Hasserin. Oder zumindest Nicht-Gernhaberin. Ich hab lieber gar keine Überraschung als eine ungute. Darum äußere ich meine Wünsche vor bestimmten Anlässen auch immer sehr ausdrücklich (mit Wimpernklimpern...) um möglichst keinen Platz für planlose Geschenke zu lassen. Und die meisten Menschen (mich mit eingeschlossen) sind auch echt dankbar, wenn man nicht überlegen muss, sondern weiß, was der Beschenkte braucht oder sich wünscht. (Weitersagen ist natürlich auch erlaubt...)

Wie das andere mit den Geschenken so handhaben, könnt ihr hier und hier lesen.

Wie handhabt ihr das so mit den Geschenken zu Weihnachten?

Bildcredits: Pixabay / StockSnap - CC0

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4 Kommentare

  1. Hallo Daniela!

    Ich schenke mittlerweile auch nur das, was die anderen wollen :-) Ist doch praktisch, wenn man weiß, wie man dem anderen eine Freude machen kann.

    Meine Kinder haben immer große Wünsche, Weihnachten ist eine Gelegenheit einen dieser zu erfüllen.

    lg
    Maria

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    1. Hallo Maria!

      Find ich auch ;)

      Ja, Kinder haben immer große Wünsche. Da fehlt eigentlich immer was für die Wohnung, fürs Auto oder man möchte einfach mal was nettes haben oder machen, weil die ganze eigene Kohle grad für was anderes (oft ödes) drauf gegangen ist. Dann wird sich wohl erst ändern, wenn man mal selber Kinder hat :D

      LG, Daniela

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  2. Oujaaaa....Wichteln ist eine ganz Klasse Sache! Wir machen das innerhalb der Familie schon seit vielen Jahren, und es hat sich sowas von bewährt! Am 1. Dezember ist es wieder soweit: Die Familie trifft sich zu einem Abendessen bei meinem Daddy, jeder bringt was Leckeres mit, und als krönenden Abschluss verteilt mein Dad vorbereitete Zettelchen in kleinen Couverts. Da schreibt dann jeder (ganz geheim natrülich, ohne dass es einer sieht!) 2 oder 3 Wünsche drauf und seinen Namen. Nun werden die Couverts zugeklebt, in ein Körbchen geworfen, und dann darf jeder eines ziehen. Wenn sich einer selber zieht geht die Runde von Neuem los- das gibt immer ein hysterisches Gelächter! Und es ist genau, wie du es beschreibst: Man kann sich dann ganz auf den zu beschenkenden Menschen konzentrieren, dank der Wünsche erwischt man genau das richtige Geschenk, und man kann ruhig auch ein bisschen mehr Geld dafür ausgeben. Seitdem wir Wichteln ist Weihnachten total entspannt! Auch, was Geschenke für andere anbelangt: Es kriegen nur noch mein Patenmädchen, mein Dad und meine Schwester (weil sie mir einmal die Woche den Mittagsstall machen!) und meine beste Freundin was. Meist hab ich schon lange vor dem 1. Apfenz ein oder zwei Geschenke gekauft; einfach dann, wenn mir was über den Weg läuft, das ich als genau passend erachte. So habe ich für meine Freundin in unserem tollen Teelädchen 2 wunderschöne, handgetöpferte französische Teebecher erstanden. Ich weiss: sie wird sich freuen. Und darüber freue ICH MICH jetzt schon! ;oD
    Du siehst: Von Konsumwahn hier weit und breit keine Spur! ;oD
    Ach, ich freu mich wieder so auf den Apfenz! Für mich definitiv die schönste Zeit im Jahr....
    Herzliche Grüsse!

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  3. Wichteln hat sich bei uns leider nicht durchgesetzt, aber dafür statt Geschenke Geld in ein Sparschwein zu stecken und davon zusammen nach Weihnachten aus Essen gehen ;o) Auch gut... Ansonsten sprechen wir uns mit Geschenken alle ab, das geht, wenn man offen über den finanziellen Rahmen reden kann :o) Das ist leider nicht immer gegeben und dann kaufen die Menschen Duftsets, Putten usw... :oD Wenn man Kinder hat wird es leider schlimmer, weil dann viele das Bedürfnis haben sie (reichlich) zu beschenken... In den ersten Jahren haben wir Eltern als Ausgleich nichts geschenkt, das ist den Kindern auch gar nicht aufgefallen ;o) lg, Raphaele

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