Nachhaltigkeit im Alltag - #byebyeschweinehund

4. Juni 2017



Wohl jeder findet Nachhaltigkeit wichtig, nachhaltige Produkte kaufenswert und einen nachhaltigen Lebensstil erstrebenswert. Gleichzeitig macht so etwas oft zusätzliche Arbeit, ist umständlich, teurer und, und und. Da hatte man mal keine Zeit, da mal keine Lust, das war zu weit weg..
Ich gebe es zu: auch ich bin bei dem Thema mittlerweile recht bequem geworden. War ich früher noch Feuer und Flamme, als an der Uni Nachhaltigkeit das erste Mal zur Sprache kam (im elterlichen Haushalt ist mir der Begriff bis dahin nicht untergekommen) und probierte gleich Unmengen an neuen Produkten, Konsumvarianten, Einkochrezepten und ähnliches aus. Mittlerweile sind auch wir in unserem Alltag etwas festgefahren.

Im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit (30.05. - 05.06.2017) nehme ich an der Blogparade #bybyeschweinehund von "Der Nachhaltige Warenkorb" teil und frage mich einmal mehr: Wie nachhaltig ist eigentlich mein Lebensstil?


Auf mein-fussabdruck.at kann man den eigenen ökologischen Fußabdruck berechnen. Und obwohl ich meinen Lebensstil als "bescheiden" klassifizieren würde, brauche ich nach der Berechnung immer noch 3,35 gha (im Vergleich zum Durchschnitt von 5,31 gha). Würden alle Menschen auf der Erde so leben, wie ich, wären es immer noch stattliche 1,97 Erden, die wir bräuchten, um unseren Lebensstandard aufrecht zu erhalten.

Wir betreiben weder perfekt, noch besonders ambitioniert nachhaltigen Konsum oder Müllvermeidung. Doch in vielen Fällen geht es so nebenbei. Und um diese, nennen wir sie mal, "Nebenbei"-Taktiken soll es heute gehen. Denn wie heißt es so schön: "Kleinvieh macht auch Mist" und "Jeder ist ein Tropfen, gemeinsam sind wir das Meer."  Also #byebyeschweinehund...


Wohnen

  • klein, aber fein: kleine Wohnungen sind im städtischen Bereich nicht nur günstiger, sondern auch schneller zu putzen. Kleiner Nebeneffekt: man hat auch weniger Platz für Krimskrams. Ob man das nun gut oder schlecht findet...
  • Infrastruktur der Wohnung: auf Qualität achten und lange Nutzen. Denn wie heißt es so schön: wer billig kauft, kauft zweimal... Kann ich aus der Erfahrung mit unserem Kühlschrank nur bestätigen!


Essen

  • Wenn man schon nicht in Bio investieren will oder kann, dann kann man es sich zum Ziel machen, seinen Lebensmittelmüll deutlich zu reduzieren. Als kleiner Kompromiss sozusagen. Mit Einkaufslisten, kreativer Küche, Vorkochen, Einfrieren oder anderen Methoden zur Haltbarmachung kann man seinen Lebensmitteleinkauf erstens bewusster und dadurch oft auch günstiger gestalten. 
  • Wer motiviert ist, kann sich auch bei der Initiative foodsharing beteiligen, zum Lebensmittelretter werden und abgelaufene oder aussortierte Lebensmittel bei Partnerbetrieben abholen und sie so vor dem Müll retten.
  • Weniger Fleisch: man muss ja nicht gleich zum Vegetarier oder Veganer werden, aber die Menge an verzehrtem Fleisch und Fisch zu reduzieren, schont nicht nur den Geldbeutel. Mit jedem Glied in der Nahrungskette, kommt weniger beim "Endverbraucher" an. Als Beispiel:
    Nahrungspyramide.svg
    1 Mäusebussard (schwarzer Strich) mit einem durchschnittlichen Körpergewicht von 1 kg frisst in einem Jahr 3000 Feldmäuse (roter Balken) mit insgesamt 90 kg Körpergewicht, die ihrerseits 1 Tonne Getreidekörner (grüner Balken) vertilgen (Quelle: Wikipedia). Aus Sicht des Flächenverbrauchs ist es also sehr sinnvoll, möglichst wenig tierische Lebensmittel zu verzehren.
  • Plastikverpackungen vermeiden: am leichtesten funktioniert das übrigens bei Obst und Gemüse, die auch über Biokisten, Marktstände, Bioläden o.a. bezogen werden können. Aber auch in Supermärkten oder türkischen Lebensmittelläden finden sich unverpackte Lebensmittel. Am besten kleine Obstsäckchen aus Tüll fürs Abwiegen mitbringen. Die Wiegezettel klebe ich dann auf die Rückseite meines Einkaufszettel und reiche sie an der Kasse der Kassiererin.
  • Mehrweg statt Einweg: den Hype ums Flaschenwasser werd ich vermutlich nie verstehen. Bei uns gibt es gutes, sauberes und vor allem frisches, Leitungswasser. Flaschenwasser ist in den meisten Fällen nämlich auch kein Quell- oder Mineralwasser, sondern einfaches Leitungswasser, das irgendwo abgepumpt, von A nach B gekarrt und dort teuer verkauft wird. Das Perfide an der Geschichte: das Wasser wird meist in wasserarmen Regionen abgepumpt. (Siehe diese Doku). Einmal angewöhnt, ist die Mehrweg-Wasserflasche dann ein treuer Begleiter.

  • auf Fertiggerichte verzichten: richtig viel Müll produziert man durch teure Fertigprodukte oder in Junk Food Lokalen. Statt schon wieder eine Fertiglasagne in den Ofen zu schieben, ist es vielleicht mal an der Zeit, sich um eine funktionierende Menüplanung zu bemühen oder einige "Schnelle Küche"-Gerichte parat zu haben. 
  • Coffee to Stay: Kaffee ist ein Genussmittel und kein Lifestyle Getränk. Wer die 10 Minuten, die es dauert einen Kaffee im Sitzen zu konsumieren, seiner Meinung nach nicht hat, kann auch gleich auf die zusätzliche "anregende" Wirkung verzichten...
  • Auf Kapselkaffee/-tee verzichten: wer ihn nicht selbst trinkt, kennt ihn zumindest von den ArbeitskollegInnen oder FreundInnen. In unserer Lifestyle Kaffeekultur ist er fast nicht mehr wegzudenken. Mal ganz abgesehen von dem enormen Müllaufkommen ist er auch nicht billig: knapp 70 Euro für einen Kilo Nicht-Fair-Trade Kaffee sind echt viel Kohle UND in den Kapseln ist auch noch der letzte, wie wir in Österreich sagen, "Schas" drin. Wir sind mittlerweile auf Bohnenkaffee mit eigener Kaffeemühle umgestiegen. Kredenzt wird der Kaffee dann entweder im Esperesskännchen, der French Press (mein Favorit!) oder als türkischer Kaffee.

Alltag / Müll reduzieren

  • Recyclingpapier - Ob sogenannte Hygienepapiere (Klopapier, Küchenrolle, Taschentücher etc.) oder Druckerpapier.  Von vielen Produkten des täglichen Bedarfs gibt es mittlerweile eine Recycling-Variante.
  • Apropos Wiederverwendung: große Plastikumverpackungen geben tolle Müllsäcke, die kleinen Obstsäcken im Supermarkt Müllsäcke für den Abfalleimer im Badezimmer und Papiersäcken sammeln den Biomüll in der Küche. Was sowieso im Müll gelandet wäre, findet so zumindest noch eine Verwendung. 
  • Der beste Müll ist aber immer noch der, der nicht anfällt. Darum klebt auf unserem Briefkasten auch ein "Bitte keine Werbung"-Aufkleber. Hat den Papiermüll verlässlich reduziert. 
  • Der Klassiker: Stofftaschen zum Einkaufen mitnehmen ;-)
  • Waschbare Alternativen zu Wegwerfprodukten gibt es mittlerweile viele. Alte Handtücher bekommen bei uns ein zweites Lebens als Abwaschtücher in der Küche oder, verschönert mit Stoffreste, als Abschminkpads im Badezimmer.Einfach ausprobieren, was einem persönlich zusagt und ob man waschbare Binden und Windeln noch als praktikabel ansieht.
  • Bleiben wir im Bad: wie viel Geld verschlingt deine Sammlung an Putzmitteln? Mit Zitronensäure und Essig als Allzweckwaffe kann man wunderbar Kalkablagerungen lösen. Alkohol (z.B. günstiger Wodka) eignet sich ebenfalls als Allzweckreiniger. 
  • Ein Umstieg auf Naturkosmetik kann sich lohnen. Erstens verzichtest du damit auf viele, für deine Haut, schädliche Inhaltsstoffe wie PEGs, Mineralöl, Parabene, scharfe Tenside o.a., zweitens sind für Naturkosmetik einige kritische Inhaltsstoffe wie Mikroplastik nicht zugelassen. Die Umstellung ist zu Beginn vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, weil sich Haare und Haut erst umgewöhnen müssen. Naturkosmetik ist in vielen Fällen auch nicht teurer als die "hochwertigen" Produkte konventioneller Hersteller. Ansonsten kannst du den Preisanstieg mit einer Reduktion der verwendeten Produkte ausgleichen: gute Seife für Gesicht und Körper, Shampoo oder Haarseife, Zahnpflegeprodukte, Deo, und Allzweck-Creme für Hände und Körper, die man auch zum Abschminken verwenden kann, sind in der Regel für die Grundausstattung ausreichend (Rasier- oder Fußpflegeprodukte nicht mitgerechnet). 
  • Wirf keinen Müll in die Natur - sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber immer wieder ärgere ich mich beim Wandern über weggeworfene Plastikverpackungen oder verrostete Aludosen. 

Freizeit

  • Auf Flugreisen zu verzichten ist für viele wahrscheinlich ein Unding. Aber Flugreisen treiben den CO2 Ausstoß maßgeblich in die Höhe. Eurasien ist eine riesige, zusammenhängende Landmasse, auf der man/frau auch ohne Flugzeug (mit genügend Zeit) allerhand erkunden kann. So werden auch Hin- und Rückfahrt zum Erlebnis...
  • Noch nie einen Camping-Urlaub oder Wanderurlaub verbracht? Vielleicht kannst du dich mit dem Gefühl der Freiheit und Schlichheit des Lebens anfreunden. Grade in der Nebensaison hat man oft das Glück, Wege und Plätze ungestört erkunden zu können. Und nach ein paar Tagen in der Natur hat man auch wieder ein Gespür, was man im Leben wirklich braucht.

Mobilität

  • Die Anzahl der genutzen PKWs im Haushalt reduzieren - Ich weiß, es geht in manchmal nicht anders, aber wenn es schon nicht möglich ist, die Anzahl der PKWs zu reduzieren, dann vielleicht die Zahl der gefahrenen Kilometer? Mit Öffis oder mit Fahrrad ist man, gerade in der Innenstadt, schneller unterwegs, spart Parkgebühren und die lästige Suche nach Parkplätzen.  
  • Fahrgemeinschaften bilden - obwohl es schon Mitfahrbörsen gibt, sitzen immer noch sehr viele Menschen alleine in ihrem Auto am Weg zur Arbeit. Durch Fahrgemeinschaften wären weniger Autos unterwegs und die Stauwahrscheinlichkeit dadurch auch geringer.
  • Mehr Fahrrad fahren - gut für Umwelt und Körper. Eine einmalige Investition in einen anständigen Fahrradkorb hilft, alltägliche Einkäufe komfortabel ohne Auto nach Hause zu bringen. Von Frühling bis Spätherbst meine bevorzugte Möglichkeit, Einkäufe zu erledigen. 

Konsum / Kleidung

  • Wenn auch bei dir die Preisschilder von bio-fairer Kleidung Atemnot verursachen: steig auf Second Hand oder selbstgemachte Kleidung um. Im Second Hand Laden oder Sozialkaufhaus sind manchmal tolle Stücke (oder Stofflieferanten) zu finden, die man notfalls mit ein paar Handgriffen umändern kann. Oder du zauberst dir Kleidung aus neuen oder gebrauchten Stoffen einfach selbst. Anleitungen und gratis Schnittmuster für Anfänger gibt es dafür zuhauf im Netz. 
  • Mach nicht bei jedem Trend mit - statt wie jedes 0815 Modepüppchen rumzulaufen und sich drüber zu ärgern, dass irgendjemand das gleiche Kleid wie du trägst, kannst du auf einfache Stoffe und/oder Schnitte und deinen eigenen Stil setzen. Basicstücke haben, wenn auch oft getragen, tendenziell das längste Leben im Kleiderschrank.
  • Vor jedem Kauf überlegen: Brauch ich das wirklich? Oftmals hilft es auch, das Geschäft zu verlassen und am nächsten Tag wiederzukommen. Manchmal fällt einem in der Zwischenzeit auch ein, wie man es ohne die Neuanschaffung bewerkstelligen könnte und sie wird überflüssig. Bei Teilen wo "Brauch ich das wirklich?" nicht funktioniert, weil spontane Schnappatmung: tief Durchatmen und überlegen, warum man es gerne hätte.


Was sind deine Tipps und Tricks für mehr Nachhaltigkeit im Alltag? Hast du auch den einen oder anderen "Schmäh" für Wiederverwendung, Müllreduktion oder ähnliches parat? Ich freu mich über sämtliche Ideen und Anregungen. 

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Dieser Beitrag ist außerdem verlinkt bei einfach.nachhaltig.besser.leben und A New Life.

Bildcredits: pixabay, CC0

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11 Kommentare

  1. Was wir an Kleinvieh machen:
    - Wohnung in der Nähe vom Arbeitsplatz suchen.
    -Gar kein Auto haben. Die Versuchung es zu benützen wird viel geringer, wenn man es ausleihen/mieten muss. Finanziell zahlt es sich auch aus, so wie die kleine Wohnung.
    -Beim einkaufen frage ich mich immer: "Hätte ich das vor zehn Jahren angezogen? Werde ich das mit 40 noch tragen?" Bei solchen Basics zahle ich dann auch gerne den Fairtrade-Bio Preis.
    -Naturfasern ohne Muster altern einfach am besten. Manche bekommen eine Patina, sie lassen sich leicht nachfärben und einfach eine Farbe kommt nicht aus der Mode.

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    1. Hallo Dalia!

      Danke für deine Anregungen!

      Mit Pendeln kann ich mich auch nicht wirklich anfreunden. Damit, ewig in einer Großstadt zu leben, aber auch nicht. Dass ihr das macht, find ich aber toll.

      Wir haben ein Auto, ich benutze es aber nur für unsere Freizeit-"Expeditionen". Mit Öffis zu einem Berg zu kommen ist entweder unmöglich und/oder sauteuer und/oder noch zeitintensiver. Dafür fliege ich nie und nehme innerhalb der Stadt immer Öffis und Fahrrad.

      Deine Einkaufsregel find ich super! Muss aber gestehen, dass ich da definitiv noch Aufholbedarf bei den Basics habe. Dafür versuche ich, Teile möglichst lange zu tragen und nur Second Hand zu kaufen. Was aussortiert wird, kommt zum Kleidertausch.

      Auf jeden Fall Naturfasern, viel angenehmer auf der Haut.

      Liebe Grüße, Daniela

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  2. Hej Daniela,
    Ich bin absolut bei dir, wenn ich diesen Beitrag lese. Wir haben auch den Wunsch, so nachhaltig wie irgend möglich zu leben, und so sind deine vielen Tipps zum grössten Teil auch Bestandteil unseres Lebens. Wir machen so viel wie möglich selber, kaufen sehr bewusst, Lebensmittel am liebsten Bio und regional und kochen ausserdem zuhause nur frisch ohne Zuhilfenahme von Fertgiprodukten. Wir tragen unsere Kleidung sehr, sehr lange und lassen auch mal was ändern, wenn es so, wie es ist, nicht mehr gefällt. Und wenn gar nichts mehr geht werden die Teile zu Putzlappen "degradiert". Ausserdem habe ich sehr vieles aus 2. Hand, das geht von Kleidung über Einrichtungsgegenstände quer durch die Wohnung. Reisen tun wir überhaupt nicht, da haben wir einen perfekten ökologischen Fussabdruck vorzuweisen! ;oD Einzig auf unsere beiden Autos können wir (noch!) nicht verzichten, denn wir arbeiten beide in genau entgegengesetzter Richtung, und mit dem ÖV wäre unser Arbeitsweg die reinste Schulreise. Auf dem Land sind die Verbindungen halt oft einfach nicht wirklich gut ausgebaut.....Aber dafür fahren wir nie nur so zum Vergnügen in der Gegend rum, sondern wirklich nur zur Arbeit und zum Einkaufen oder zu den Pferden.
    Leider gibt es hier im Umkreis keinen Unverpacktladen; also nehmen wir zum Einkaufen Stoffbeutel mit, um Lebensmittel lose darin zu verpacken, und achten auch sonst sehr darauf, so wenig Müll wie nur möglich nach hause zu tragen!
    Ein ganz grosser Traum von mir ist, in einen hölzernen, möglichst autarken Wohnwagen zu ziehen und somit auch unsere Wohnquadratmeter ganz drastisch zu reduzieren. Persönlich würde ich das schon morgen tun; allerdings muss ich den HerrnHummel noch vollständig von dieser Idee überzeugen, *ggg*! Aber er sagt zumindest nicht mehr rigoros "nein" dazu.....die Chancen stehen gut! Drück mir die Daumen!
    Einzig bei deinem 1. Satz muss ich leider widersprechen: Ich finde, dass noch viel, viel zu wenig Menschen sich Gedanken zu einem nachhaltigen Lebensstil machen. Wenn ich manchmal so höre und sehe, was meine Mitmenschen für ihren positiven ökologischen Fussabdruck tun (nämlich gar nichts!) und wie sorglos sie in allen Bereichen konsumieren, da wird mir manchmal ganz anders. Aber ich hoffe, dass immer mehr auf den Ticker kommen, dass es nur diese eine Erde gibt und dass es allerhöchste Zeit ist, sich darum zu kümmern, dass sie lebenswert für alle Lebewesen bleibt!
    Wenn nur jeder mal sein Verhalten hinterfragt und immer mal wieder am einen oder andern Schräubchen dreht, sprich: weniger, bewusster und möglichst auch fairer konsumiert, dann ist schon ganz viel getan. Da ist es die Masse an Menschen, die, jeder für sich zwar in bescheidenem Rahmen, zusammengenommen allerdings dann doch ganz viel bewegen könn(t)e!
    Ich freue mich immer, wenn ich auf solche Blogs und Posts stosse, die mir aus dem Herzen sprechen und die dann hoffentlich auch von ganz vielen Menschen wahrgenommen werden!
    Einen entspannten Pfingstmontag dir, herzliche Grüsse!

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    1. Hallo Frau Hummel!
      Erst mal vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar zu meinem Beitrag! Über solche persönlichen Ergänzungen freue ich mich immer ganz besonders.

      Wir sind weit von super Öko, Bio, Fair, Regional und Saisonal entfernt, aber wir versuchen trotzdem, in dem uns finanziell schmal gesteckten Rahmen halbwegs vernünftig zu konsumieren. In manchen Teilen gelingt und das besser als in anderen.

      In unserer Stadt ist zwar ein Unverpacktladen, aber der ist, für städtische Verhältnisse, so weit weg, dass ich ehrlich gesagt zu bequem bin, wegen der Einkäufe extra in die Stadt zu radeln. Insofern ist beim Thema Essen der größte Nachholbedarf für uns vorhanden.

      Wir fliegen auch nicht und gestalten unsere Urlaube immer als mehrtägige Wanderungen mit Übernachtungen im Zelt oder in Hütten oder als Campingurlaub.

      Auf Auto wollen wir aus mehreren Gründen nicht verzichten. Mein Freund braucht es für die Arbeit und an unseren freien Tagen wollen wir raus aus der Stadt (eine endgültige Änderung der Wohnsituation ist bereits in Arbeit...). Wie du schreibst, ist am Land der ÖV so schlecht ausgebaut, dass wir für unsere Bergtouren mit Zug, Bus und Taxi anreisen müssten. Wenn wir in der Nähe meiner Eltern Touren machen, verbinden wir so einen Ausflug auch gleich mit einem Besuch bei Ihnen, so sparen wir auch ein paar Auto-Kilometer ;-)

      In der Wohnung liebe ich den Mix aus selbstgebauten und 2. Hand Möbel. Das hat einen eigenen Charakter und zu jedem Teil weiß ich eine Geschichte, wie es entstanden ist, wo ich es gefunden habe...

      Bei den Wohnquadratmetern steht uns momentan eher der Sinn nach Vergrößerung. 40m² ist uns nach 7 gemeinsamen Jahren zu klein geworden. Wenn wir später mal Kinder haben, geht sich das auch nicht aus. Wir peilen ein kleines Häuschen am Land als dauerhafte Lösung an.

      Ja, vielleicht hast du recht, dass es bei der breiten Masse noch nicht ganz angekommen ist. Darum war es mir auch so wichtig, in diesem Artikel aufzuzeigen, dass man schon "viel" tun kann, wenn man einfach ein paar Kleinigkeiten ändert und dass ein nachhaltiges Leben zu führend nicht zwingend bedeutet mehr für Essen, Kleidung etc. auszugeben.

      Ich wünsche dir auch noch einen entspannten Pfingstmontag!

      Liebe Grüße, Daniela

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  3. Hallo Daniela!

    Eine super Übersicht hast Du für diese Blogaktion geschrieben! Du zeigst, dass man wirklich viele einfache kleine Schritte machen kann, um mehr grün in den Alltag zu bringen. Und dass es vor allem gar nicht so schwer ist, wie es auf den ersten Blick möglicherweise aussieht.

    lg
    Maria

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  4. Hallo Daniela,
    deine "Nebenbei" Taktiken sind 1a! ;-) Sie gehen wirklich einfach, wenn man sich da wirklich an der eigenen Nase fasst und auch das Leben ein bisschen danach richtet. Bei uns ist das beim Auto so. Es ist zwar meist komplett voll und wir haben auch nur eines und nutzen es nicht jeden Tag. Im Winter allerdings öfter, da ich bei Schnee mit den Kindern nicht mit dem Rad weit komme und mit dem Kinderwagen erstrecht nicht, da zu schlecht geräumt ist. Seit wenigen Jahren ist man bei uns dazu übergegangen, dass nur noch die Landstraßen gesalzen werden. Das ist ja auch gut so. Nur das Räumen der Gehwege wird gerne mal vernachlässigt und das kleinerer Straßen auch. Allerdings kommt man dann schwerlich eine weitere Strecke mit kleinen Kindern voran, so dass ich das Auto nutze. Im Frühjahr muss ich mich dann immer wieder erinnern, dass ich mehr Zeit einplane und das Fahrrad nutze. Sonst würde ich aus Gewohnheit (und auch aus Bequemlichkeit) dauernd das Auto nutzen. Das muss ich mir schon immer wieder bewusst machen ;-).
    Liebe Grüße
    Stefanie

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    1. Hallo Stefanie!

      Ich finde es toll, dass du die meisten Strecken mit dem Fahrrad zurücklegst! Einkaufen fahre ich im Sommer meistens auch mit dem Fahhrad. Ich hab weder einen Lastenanhänger, noch irgendwelche Packtaschen. Mit einem Korb vorne und hinten passt der Einkauf für die nächsten Tage aufs Fahrrad. Bei schlechtem Wetter bevorzuge ich ehrlich gestanden aber auch die Bequemlichkeit eines Autos...

      LG, Daniela

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  5. Oops, da war plötzlich mein Kommentar weg. Also noch einmal...

    Vielen Dank für diese ausführliche Auflistung von Tipps zu mehr Nachhaltigkeit. Super toll, wirklich. Man kann sich noch einmal hinterfragen, was tue ich und was könnte ich noch verbessern. Ich habe auch den ökologischen Fußabdruck Test gemacht und ich wäre in einem guten Bereich, wenn ich nicht fliegen würde. Allerdings bin ich auch nicht derjenige, der überall hinfliegt, aber klar, Fliegen ist eine Katastrophe. Darüber sollte ich noch einmal intensiver nachdenken und ggf. auch mal Alternativen durchsetzen. Auch bei meinem Freund. :)

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    1. Ja, Fliegen ist so eine Sache für sich. Ich kann verstehen, dass man sich die Welt ansehen möchte und wenn man nur wenig Zeit zur Verfügung hat meist auch nicht die knappe Zeit mit der Anreise "verplempern" möchte. Allerdings sieht man auf einem Roadtrip auch viele nette Orte, Landstriche etc. die einem bei der Anreise mit dem Flugzeug entgehen. Also vielleicht sollte man den Umstieg von Flugzeug auf Auto, Zug oder Bus nicht als Verzicht, sondern als Zugewinn wahrnehmen ;-) Und vielleicht kannst du so deinen Freund auch motivieren ;-)

      LG, Daniela

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  6. Ein "Bitte keine Werbung einwerfen" Aufkleber reicht bei uns leider nicht. Gut die Hälfte der Werbeprospekte kommt bei uns in sogenannten kostenlosen Zeitungen als Werbeeinlage. Will ich auch diese vermeiden, muss auf unserem Briefkasten stehen: "Bitte keine Werbung und keine kostenlosen Zeitungen einwerfen"

    Netter Nebeneffekt: ich spare Zeit und Geld. Das fängt schon beim Briefkasten leeren an und geht weiter beim Post sichten. Und da ich zumindest auf diesem Weg dann auch nicht mehr verführt werde unnötige Anschaffungen zu machen, spare ich mir auch die Zeit zum Einkaufen ebendieser und zum späteren Ausmisten, wenn es Fehlkäufe waren.
    Was ich wirklich brauche oder haben möchte, merke ich auch ohne Werbung und suche dann gezielt.

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    1. Ja, da hast du recht. Wir bekommen auch immer wieder Gratiszeitungen. Allerdings nicht ins Postfach, sondern vor die Haustür. Ärgerlich, denn der "Bitte keine Postwurfsendungen"-Aufkleber wird so getrost ignoriert, außer man pappt ihn sich auch noch an die Haustür...

      Werbematerial sehe ich auch nur selten durch. Nur, wenn ich nach etwas Bestimmten suche (wie z.B. Campingausrüstung) blättere ich mal die Flugblätter bei der Schwiegermutter durch. Ansonsten bin ich deiner Meinung: keine Flugblätter zu lesen spart Geld und später auch Zeit.

      LG, Daniela

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