DIY Kimono aus Strickstoff nähen

29. Juni 2016

DIY | Kimono aus Strickstoff selbst nähen | Schnittmuster gratis

Kimonos werden typischerweise aus Baumwollstoffen oder leicht fallenden Stoffen, wie etwa Georgette, Krepp-Satin oder Chiffon genäht. Meinen ersten Kimono habe ich auch aus Chiffon genäht.
Beim Einkaufen sah ich dann zufällig mal eine wunderschöne schwarze, fast bodenlange Strickjacke. Sie war so einfach gemacht, dass ich mir dachte: das kann ich auch! Also habe ich bei buttinette den schwarzen Ajour-Strickstoff besorgt und losgelegt.

Es wird Folgendes benötigt:

  • 1 m (1,5 m Breite) leicht fallenden Strickstoff
  • Nähseide in passender Farbe
  • Maßband
  • Nähmaschine
  • Schneiderschere
  • Stecknadeln
  • Kreide

DIY | Kimono aus Strickstoff selbst nähen | Schnittmuster gratis

Und so wird's gemacht:

Überlegt euch zuerst, ob ihr einen "klassischen" Kimono, also mit viel Breite und wenig Länge, oder einen langen Kimono haben wollt. Ich wollte einen langen, darum habe ich den Stoff so zusammengelegt, dass die 1,5 m die Länge bilden. Mein Kimono ist also 1 m breit.
  1. Ihr legt den Stoff halbiert zusammen.
  2. Markiert die Mitte an der oberen Faltkante. Mit der Schneiderkreide zeichnet ihr nun eine mittige Linie vom unteren Rand zur oberen Faltkante. Schneidet ihr von unten der Linie entlang bis zur oberen Kante.
  3. Die Seitenähte schließt ihr bis zu 30 cm unterhalb der Faltkante. Hier kommen später die Arme durch. 
  4. Nun könnt ihr an jeglicher Saumkante entweder einen Rollsaum (der Stoff darf nicht zu dick sein!) mit einem speziellen Füßchen machen oder ihr "rollt" alle Kanten händisch ein und steppt sie dann mit der Nähmaschine ab. Ich hab mich für die zweite Variante entschieden. Da wir keine Rundungen haben, funktioniert das Einschlagen hier sehr gut. Nun an den Ecken müsst ihr ein bisschen aufpassen und notfalls etwas Stoff rausnehmen, damit die Ecken nicht zu wulstig werden. 
Zur besseren Veranschaulichung hab ich euch noch eine kleine Grafik gezeichnet:



Diese Grafik zeigt den Schnitt für den "klassischen" Kimono, also kurz, aber breit.



Und diese Grafik zeigt meinen Kimono, der länger als breit ist.

Falls ihr einen Stoff verwenden wollt, bei dem Muster oder Strickerei wirklich in eine vorgegebene Richtung verlaufen muss, würde ich euch auf jeden Fall empfehlen zwei Meter statt nur einem Meter Stoff zu besorgen, um den langen Kimono zu erhalten. 

Der Stoff fällt wirklich wunderbar weich und ist sehr angenehm zu tragen. Gerade für die Übergangszeit ideal, nicht wirklich wärmend, aber doch abdeckend. 

DIY | Kimono aus Strickstoff selbst nähen | Schnittmuster gratis

Der von mir verwendete Stoff ist auch etwas durchsichtig. Ich mag den Effekt, den das hat.

Noch mehr Inspirationen für selbst genähte Kleidungsstücke findet ihr im Menüpunkt Handmade Fashion. Auf meinem Pinterest Board "Meine selbst gemachte Garderobe" habe ich sämtliche meiner selbst gemachten Kleidungsstücke für euch zusammen gefasst.

Verlinkt zu: MeMadeMittwoch, Create in Austria, After Work Sewing, Kostenlose Schnittmuster Linkparty,

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10 Kommentare

  1. Toll geworden und eine super Idee. Vielen Dank für die Anleitung.
    LG Brina

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    1. Hallo Brina!

      Gerne.

      Liebe Grüße, Daniela

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  2. Super der Schnitt...und in Schwarz ah zeitloses Teil....

    Hob no an feinen Tog Bussaaalleeee bis bald de Birgit

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    1. Danke! Ja, auf alle Fälle zeitlos und super gemütlich.

      Liebe Grüße zu dir, Daniela

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  3. Gefällt mir sehr gut, ebenso das geknöpfte Oberteil.

    lG Claudia

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    1. Danke! Hab ganz vergessen, den Link zum Oberteil einzufügen, das ist nämlich auch selbst genäht ;-)

      http://www.green-bird.at/2016/06/diy-bustier-top-naehen.html

      LG, Daniela

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  4. Sieht sehr schön aus. Ich hatte mal überlegt, ein schönes großes Tuch zum Kimono umzunähen, jetzt hast du mich wieder daran erinnert :-)
    Danke für die Anleitung.
    Liebste Grüße

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    1. Danke dir! Das ist ja wirklich eine gute Idee.

      Liebe Grüße, Daniela

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  5. Das ist eine schöne Anleitung, aber bitte nenn es doch nicht Kimono. Ein Kimono ist aus Seide, Wolle, Leinen und Baumwolle und das immer von der schwereren Qualität.
    Das was du da hergestellt hast ist maxmal ein Yukata(die informelle Sommervariante aus leichter Baumwolle) und selbst die werden ja immernoch geschlossen.

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    1. Ich hab mich bei der Namensgebung an dem orientiert, was im Internet und vor allem Pinterest für diese Art von Anleitung üblich ist. Darüber hinaus habe ich mich aber nicht damit befasst.
      Aber danke für die Aufklärung, wieder was dazu gelernt.

      Liebe Grüße, Daniela

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