Open Zero Waste Challenge

9. Juni 2015

Die vergangene Woche war geprägt vom Thema Müllvermeidung. Von 27. Mai bis 2. Juni versuchten wir im Rahmen der Open Zero Waste Challenge so wenig wie möglich Müll zu produzieren und dokumentierten den angefallenen Müll auf einem Gemeinschaftsblog und/oder in einem Müll-Tagebuch.

Am Anfang der Challenge haben wir kurz überlegt, uns hauptsächlich von bereits gekauften Lebensmitteln oder den eingefrorenen Sachen zu ernähren. Aber ich hatte irgendwie das Gefühl, das ist dann wie schummeln. Mir ging es in erster Linie darum heraus zu finden, wie viel Müll wir in einer normalen Woche mit bewusstem (aber normalen) Einkaufsverhalten produzieren. Eine ganze Woche lang einfach alles aufzubrauchen, als Altlast zu deklarieren und nach der Challenge genauso weiterzumachen wie bisher wollte ich nicht.

Bildquelle: Gabi Schoenemann / pixelio.de

Genauso wenig wollte ich für ein paar spezielle Sachen kreuz und quer durch die Stadt düsen. Sicher, ich arbeite zwar mitten in der Stadt mit dem Bauernmarkt ums Eck, doch meine Arbeitszeiten waren diese Woche alles andere als markttauglich.

Die Challenge soll für mich also einen Neubeginn darstellen. Tipps und Tricks sammeln und ausprobieren, was für einen funktioniert und alltagstauglich ist. Einiges werde ich in Zukunft sicher fortführen bzw. öfter machen: den Bauernmarkt besuchen, zum Milchautomaten radeln, trockene Lebenmittel im Reformhaus lose kaufen. Schwierigkeiten sehe ich bei den Milchprodukten, doch da werde ich einfach versuchen den Verbrauch stark zu reduzieren und derweil nach Alternativen zu suchen.

Und so viel Müll haben wir in einem Zwei-Personen-Haushalt in einer Woche produziert.

Diese Woche sind insgesamt 321g Restmüll angefallen. Da war viel Unrat (Staubsauger wurde entleert) dabei, aber auch Schneiderabfälle, Kassenbons, 3 Stück Backpapier und das eine oder andere Taschentuch.


An Papiermüll fielen diese Woche insgesamt 907 g an. Die beiden Versandkartons alleine wogen ja schon fast 300g. Papiermüll ist fieserweise echt schwer.


Stolz bin ich dagegen auf unsere geringe Menge an Metallmüll. Nur 29 g sind diese Woche angefallen. (Die Bierdose stammt übrigens nicht von mir)


An Plastikmüll kamen diese Woche insgesamt 209 g zusammen.


Das Gesamtmüllaufkommen unseres 2-Personen-Haushalts betrug also 1466 g. Also fast 1,5 kg. Zero Waste ist zwar was anderes, doch es ist immerhin mal ein Anfang und liegt immerhin unter den Durchschnittswerten. Darauf kann man ja schon mal stolz sein.

Ich bin hoch motiviert unserer Müllaufkommen noch weiter zu reduzieren. Allerdings in einem Rahmen, den unser Budget zulässt.Oftmals ist es leider so, dass unverpackte bzw. nicht in Plastik verpackte Lebensmittel den doppelten bis dreifachen Preis haben.

Grundsätzlich gilt: wer Müll vermeiden will muss umsichtig und schnell beim Einkaufen sein. Schnell deshalb, weil es auch die Verkäufer am Bauernmarkt gewöhnt sind, alles in Plastiktüten zu packen. Eine gute Planung ist außerdem essentiell. Nur wer mit genügend Mehrweg-Säckchen, Körben oder Gläsern ausgerüstet ist, wird es schaffen verpackungsfrei bzw. verpackungsreduziert einzukaufen.

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1 Kommentare

  1. Hallo Daniela!

    Ich habe mich sehr gefreut, dass wir diese Challenge gemeinsam gemacht haben und dass ich Dich dadurch auch persönlich kennen lernen durfte.

    Wenn Du Unterstützung brauchst, weißt Du, wo Du mich finden kannst.

    Du hast das alles super gemacht!

    Wegen dem "schnell sein" musste ich schmunzeln, das stimmt wohl. Aber die meisten freuen sich doch, wenn sie sehen, dass man sich bemüht weniger Müll zu verursachen.

    lg
    Maria

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