Gute Vorsätze

17. November 2013


Momentan bin ich wieder in eine eher konsumkritische Phase eingetreten. In den letzten paar Monaten habe ich für mich eher untypische Verhaltensweisen angenommen, die ich jetzt wieder loswerden möchte. Ich weiß gar nicht mehr wann ich das letzte Mal im Bioladen war und hab in letzter Zeit immer das Billigste beim Diskonter gekauft. Aber ich habe dafür eine Ausrede, wenn man so will, nur ist die jetzt nicht mehr so ganz gültig. Während mein Freund arbeitssuchend war, konnten wir uns einfach bestimmte Sachen nicht leisten bzw. haben halt bei den Grundnahrungmitteln eher die günstigen Varianten bevorzugt. Nun soll es wieder um Geschmack, gutes Essen, gesunde Ernähung und dergleichen gehen. Endlich!

Seit ein paar Monaten schwebt mir eine Umstellung meiner Ernährung vor. Da wir ohnehin fast kein Fleisch essen, da ich mich weigere es zu kochen, würde ich nun auch gerne bewusst weniger Milchprodukte essen. Allerdings will ich keinen vollständigen Verzicht starten, solange ich keine Alternativen gefunden habe. Und Sojamilch kommt für mich nicht vollkommenes Substitut in Frage: da löst man nur ein Problem und schafft sich gleich das nächste. Es soll eine bewusste Entscheidung sein, und die soll auch nicht überstürzt getroffen werden, denn sonst vermisst man zuviel und gibt nach einem Monat auf.


Zudem möchte ich wieder bewusster einkaufen. Lebensmittel, die wir nicht brauchen kaufe ich ohnehin (fast) nie. Wir probieren auch nicht ständig neue Gerichte aus, für die wir Unmengen fremder Zutaten benötigen, die dann im Schrank vor sich hin gammeln. Aber ich würde auch wieder gerne einen Schritt weiter gehen und bestimmte Lebensmittel einfach wieder meiden: jodiertes Salz, Fertigprodukte, Weißbrot etc. Dunkles Brot backe entweder ich oder meine Schwiegermutter selbst.

So, das waren jetzt alles Vorhaben, die ich in nächster Zeit irgendwann mal umsetzen werde. Kommen wir zum Konkreten.
Es ist jetzt Mitte November, also noch anderthalb Monate bis Jahresende. Und in dieser Zeit werde ich abgesehen von Lebensmitteln und Dingen, die wir unbedingt brauchen, nichts kaufen.
Das soll heißen: wenn der Kühlschrank oder die Waschmaschine kaputt werden, sind sie natürlich zu ersetzen, aber alle anderen Dinge, die man zwar gerne hätte, aber nicht unbedingt braucht, werden mal auf die lange Bank geschoben.
Ich mache das zum einen, weil ich wieder einen gesunden Bezug zu meinem Kleiderschrank (da fehlt nämlich immer irgendwas) und meiner Wohnung (da gibt es immer irgendwas, das noch nicht 100% so ist, wie ich es gerne hätte) bekomme.



Erlaubt ist jedoch, alles was ich gerne hätte selbst zu machen. Mit dem Hintergedanken endlich einmal die "To-Do"-Berge in der Stoffschublade abzubauen. Für diese Projekte, die ich alle auswendig im Kopf habe, weil ich sie schon so lange vor mir herschiebe, dürfen noch fehlende Materialien gekauft werden. Kleidung, die ich haben will, darf jedoch nur mit der Einschränkung die Materialien entweder schon zu besitzen oder sie gebraucht zu kaufen/geschenkt bekommen, selbst gemacht werden. Ihr habt ja alle keine Ahnung, wie viele Meter Stoff ich schon auf Verdacht gekauft habe, die jetzt auch nur wieder rumliegen und mir nicht mal sonderlich gut gefallen.

Die Einschränkung beim Selbermachen ist nicht Umsonst, auch wenn sie teilweise streng ist: ich muss das Weihnachtsgeschenk für meinen Freund (ein gehäkelter Pullover) endlich fertigmachen. Sonst steht Weihnachten vor der Tür und der Pulli hat keine Ärmel. Die paar Weihnachtsgeschenke werde ich alle selber machen, für ein paar habe ich schon Ideen bzw. bereits damit angefangen. Für mache, wie meinen Vater, fehlt es mir vollständig an Inspiration (hätte aber auch keine Idee, was ich ihm kaufen sollte). Alle anderen kennen mich bereits gut genug, um zu wissen, dass sie etwas selbst gemachtes bekommen werden. 

Das sind die Vorsätze. Wenn mir mein "Ich-kauf-fast-nix,weil-ich-alles-selber-mache"-Projekt gefällt, werde ich es fortführen. Inspiriert von diesem Buch.

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